Freitag, 25. Dezember 2015

Heute war Wetter...

... und Zeit für Dinge, die sonst zu kurz kommen. Wir waren im Garten und haben ein paar Pfeile fliegen lassen:


Dabei kommt es mir gar nicht so sehr auf ein gutes Schußbild an. Klar ist es bequemer, wenn man die Scheibe trifft und nicht die Pfeile mühsam im Gesträuch suchen muss. Aber wichtiger ist es mir, dem Pfeil auf seinem Flug etwas mitzugeben, loszulassen. 
Der Garten ist sehr lang und schmal, so dass er sich für dieses Hobby anbietet, ohne dass wir übertrieben viele Sicherungsmaßnahmen treffen müssen.



 Unsere Bogensammlung kann sich mittlerweile sehen lassen. Angefangen haben wir beide mit Sportrecurve-Bögen. Vorlieben haben sich recht schnell eingestellt, Ich habe den Langbogen, der Wolpi probiert gern aus und schießt verschiedene Reiter- und Recurvebögen in verschiedenen Techniken.

Den Vormittag habe ich arbeitend verbracht, unser großer Stern war ausgerechnet gestern ausgefallen, den haben wir heute morgen repariert. Dazu muß eine Person im Gebälk des Kirchendaches über die ganze Länge klettern und den Stern herablassen, die zweite und dritte Person schrauben den Stern auf, tauschen die Lampe aus und schrauben den Stern wieder zu. Dann wird er wieder hochgezogen und festgemacht, und die Person im Dachstuhl darf den ganzen Weg wieder zurückklettern.
Ich kann mich immer auf die Hilfe von Menschen aus der Gemeinde verlassen, für spezielle Aufgaben kann ich spezielle Leute ansprechen, die sich dann auch eigenverantwortlich kümmern. Das ist großartig.





Jetzt leuchtet der Stern wieder. Er ist mit einer Zeitschaltuhr versehen und leuchtet morgens und abends, wenn es dunkel ist.  Von außen kann man ihn dann durch die bunten Kirchenfenster sehen.

Gestern abend gab es noch ein kleines Romméturnier, meine Mutter hat in letzter Zeit eine große Leidenschaft für dieses Spiel entwickelt und nutzt jede Gelegenheit, uns zum Spielen zusammenzubekommen. Außerdem spielt sie regelmäßig mit ihren Freunden, wir sind ja auch nicht immer da.
Ich habe übrigens gewonnen. Haushoch. :-)

Ein schönes weiteres Weihnachtsfest wünscht

die Küstertrine


Samstag, 19. Dezember 2015

Beute gemacht!

Gestern waren wir schnell noch ein wenig einkaufen, auf einem kleinen Hof-Weihnachtsmarkt und im Buchladen.
Auf dem Weihnachtsmarkt lief uns diese Dame über den Weg:


Wir haben sie mitgenommen und werden sie dem Papa vom blauen Wolpi schenken, der kann Engel immer gebrauchen und außerdem hat dieser hier eine frappierende Ähnlichkeit mit seiner Frau, der Mama vom blauen Wolpi.

Im Buchladen war es sehr schwer, Entscheidungen zu treffen. Gewonnen haben diese hier:


Die Star-Wars-Parodie ist für das kleine Kind zu Weihnachten. Das große Kind bekommt einen Gutschein, weil wir uns da wirklich nicht entscheiden konnten. Eigentlich haben beide ihre Geschenke schon bekommen, aber so ganz ohne wollen wir sie an Heiligabend auch nicht lassen.
Das Gartenbuch habe ich mir selbst geschenkt.
Den Abreißkalender von Simon´s Cat hat der blaue Wolpi für mich mitgenommen :-). Jetzt brauche ich unbedingt eine Wand, die Platz für 365 Zettel hat, denn ich werde keinen einzigen davon wegwerfen können.

Für unsere Mütter habe ich Tücher gestrickt, oder vielmehr, ich stricke noch. Aber ich liege gut in der Zeit. Meine Mama bekommt eines in weiß und kuschelig für ihren Fernsehsessel, die Wolpimama bekommt eines in beerenfarben mit Glitzer, zum Ausgehen. Keine Angst, keine der zu beschenkenden Personen liest hier mit. Außer vielleicht der Wolpi, aber deshalb hab ich seine Geschenke hier auch nicht genannt. Ätsch! :-)

Euch einen schönen 4. Advent und liebe Grüße

die Küstertrine

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Die Zeit...

...ist mal wieder viel schneller als ich. Nach dem letzten Eintrag wurde es dann richtig arbeitsreich, viel Vorbereitung, schnell noch diese oder jene Veranstaltung, es ist ja jedes Jahr wieder überraschend, dass plötzlich Weihnachten vor der Tür steht. Weihnachtsfeiern allerorten, man weiß gar nicht, wie man diesen Berg an Terminen bis Weihnachten noch bewältigen soll.
Aber das haben wir geschafft, mein Planer hat sich angenehm geleert und ich kann ganz in Ruhe für den 24. vorbereiten.

Wenn man dann mitten drin ist in einer Veranstaltung, ist es sogar richtig schön. Wir haben gebastelt:





Da sowas in mein früheres Ressort fällt, lag die Leitung des Abends bei mir. Anscheinend kann ich es noch, jeder konnte etwas Gelungenes mit nach Hause nehmen. Neben Sternen haben wir noch Gesangbuchengelchen gemacht und Glühwein und Plätzchen genascht.

Am Sonntag gab es ein Konzert in der Kirche, drei Chöre und ein sehr reichliches Publikum sangen zusammen Weihnachtslieder. An mir rauschte die Veranstaltung ziemlich vorbei, ich hatte den ganzen Tag und auch die davor mit Vorbereitung zu tun, hatte auf die Sicherheit zu achten (die Kirche war voller brennender Kerzen) und habe außerdem in einem der Chöre mitgesungen. Aber schön wars.
Montag und Dienstag wollte dann wieder alles aufgeräumt werden.

Zwischendurch habe ich es kurz in den Garten geschafft. Der Lavendel hat noch mehr Blüten bekommen. Es war eine eigenartige Stimmung im Garten, so als wären die Pflanzen verunsichert, was sie denn nun tun sollen, treiben oder Winterschlaf halten. Jetzt ist es aber kälter geworden und ich denke, sie entscheiden sich für Winterschlaf.

Morgens und abends sah der Himmel immer ziemlich interessant aus:




Die Farben waren eigentlich viel intensiver, aber in solchen Situationen ist mein altes Kameramädchen immer ein bisschen farbenblind.

Gleich werden wir geruhsam den arbeitstechnischen Rest des Jahres planen. Morgen hat noch das kleine Kind Geburtstag, aber er ist jetzt in einem Alter, wo es uncool ist, seine Freude darüber allzu deutlich zu zeigen. Aber eigentlich hibbelt er schon ganz schön rum. Noch einmal schlafen...

In der letzten Woche des Jahres habe ich Urlaub und gehe auf Reisen. Da hab ich dann bestimmt mehr Zeit zum Schreiben. Denke ich. Hoffe ich.

Eine schöne Restwoche wünscht

die Küstertrine

Sonntag, 6. Dezember 2015

Sonntagabend

Das große Kind ist schon freiwillig ins Bett gegangen. Dabei hat sie fast bis Mittag geschlafen. Manche Tage sind so. Wenn es draußen kaum hell wird, man die kleine Schwester hüten muß, die zu Besuch kommt, vielleicht noch "Leistungssport" mit der Mutter (wir hatten einen Tanzauftritt), dann geht man früh ins Bett.


Zum Kaffee gab es Waffeln für alle. Der Kleine machte sich den Besuch der kleinen Schwester leicht, er beschäftigte sich zehn Minuten mit ihr, danach hörte sie immer, wenn sie seine Tür aufmachte: "Bleib draußen!" Sie ärgerte sich darüber, wie Fünfjährige sich eben ärgern können. Da er aber vormittags schon einen anstrengenden Auftritt absolviert hatte, konnte ich ihn auch verstehen. Damit er sich erholen konnte, nahmen wir sie mit zum Tanzen. Mit dem Wissen, daß ihre Mama sie abends wieder abholt, finde ich es im Grunde sehr schön und sogar entspannend, nochmal solche Flöhe zu hüten. Für den Kater war es ein wenig aufregend heute, aber dafür schlummert er jetzt selig an der Heizung.


Es sind tatsächlich noch Pilger unterwegs. Seit Wochen waren keine mehr da. Und wenn im Sommer und Herbst häufig von Touren berichtet wird, die eine, höchstens zwei Wochen dauern, sind diese schon ziemlich lang unterwegs und haben auch noch einen weiten Weg vor sich. Alles Gute möge sie auf diesem Weg begleiten, denn es ist eine besondere Gruppe.

Trotzdem der Tag so vollgeplant war, fühlte er sich doch friedlich und gemächlich an. Aus dem Zimmer des Kleinen höre ich sein Nikolausgeschenk - eine Mundharmonika. Die große bekam etwas Leises - wunderschön gefärbte Wolle zum Spinnen.

Euch eine schöne Zeit wünscht

die Küstertrine

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Kinder...

... werden ja schnell groß. Aber bei einigen Dingen bleiben sie lange klein. Für entsetzte Gesichter sorgte also der Satz, den ich beim Adventskalender-aufhängen sagte: "Eigentlich seid Ihr doch fast schon zu groß dafür."
Wie es aussieht, werde ich den Kalender noch viele Jahre aufhängen.


 Im Gegensatz dazu macht sich bei meiner Kamera momentan das zunehmende Alter bemerkbar. Sie begleitet mich schon viele Jahre und ist technisch auf einem recht niedrigen Level. Mittlerweile nehmen ihre Macken zu und sie entwickelt sich zur Diva. Die Bilder heute konnte ich ihr nur nach langem Zureden abringen, ich hoffe, wir spielen uns in der nächsten Zeit wieder ein. Denn in Rente schicken würde ich sie nur sehr ungern. An manchen Dingen hänge ich einfach.


Das Gesangbuchengelchen ist der Nachbar des Sterns von vorgestern. Der Name ist Programm, diese Engel werden aus den Seiten alter Gesangbücher gefaltet.


Die Bar wird in diesem Jahr vom Schneemann und seinem großen Bruder bewacht. Die beiden sind als Wächter perfekt, da sie zwischen den Flaschen kaum auffallen. Ich werde ihre Nasen im Auge behalten, wenn die sich langsam röten, kann das nicht an der Kälte liegen.
Da im Garten momentan gar nichts läuft, weil es zu naß ist, gibt es heute ein Bild von der am prächtigsten gedeihenden Pflanze dort, dem Knallerbsenstrauch:


 Den Flieder muß ich auch noch reduzieren, er ist zu groß und beginnt an der Basis zu brechen, andererseits möchte ich auch im nächsten Frühling Fliederblüten im Garten sehen. Also werde ich erst einmal die Hälfte der Äste kürzen. Diese beiden werde ich ihm aber lassen:


So, für heute genug, ich bin müde vom Tanzen.

Liebe Grüße

die Küstertrine

Montag, 30. November 2015

Es kommt immer anders...

... als man so denkt.
Zum einen habe ich heute doch mehr gearbeitet als geplant. Das ist der Nachteil, wenn man seine Arbeitszeit frei gestalten kann und obendrein noch quasi in der Arbeitsstelle wohnt. Aber ich will nicht meckern, das hab ich vorher gewußt.

Zum anderen hat gerade die Speicherkarte meiner Kamera den Dienst aufgegeben, die meisten der Bilder von meinem Dekoflash vom Spätnachmittag sind dabei verlorengegangen. Aber zwei hab ich retten können.

Fange ich morgen eben noch mal an, ich war sowieso noch nicht ganz fertig.

Aber: der Adventskranz ist fertig.


Natürlich hatte ich die falsche Kerzengröße eingekauft. Aber das ließ sich noch beheben. Der Kranz ist eigentlich ein Gestell aus Draht zum Aufhängen. Ich habe ihn mal geschenkt bekommen und nutze ihn seither als Adventskranz. Er läßt sich immer wieder anders dekorieren. Warum allerdings der kleine Amor da immer im Kreis schwirrt, erschließt sich mir immer noch nicht. Vielleicht ist das Teil ja auch für etwas ganz anderes gedacht.
Da der Familienrat beschlossen hat, daß wir in diesem Jahr keinen Weihnachtsbaum brauchen (Klartext: keiner hat Lust, ständig den Kater aus dem Baum zu pflücken und die abgespielten Kugeln unterm Schrank vorzukramen),  habe ich meine Lieblingskugeln mit Draht in kleine Trauben gebunden und in den Adventskranz gebastelt.


Diesen Stern habe ich mir am Sonntag "ersungen". Er hängt jetzt mit anderen kleinen (weißen) Papierbasteleien an einem Korkenzieherhaselzweig.


Da ich viele freistehende Balken und Dachschrägen in der Wohnung habe, kann man prima jede Menge Klimperkram aufhängen. Zum Beispiel Adventskalender. Dazu morgen mehr, wenn ich die Fotos neu gemacht habe.

Für heute ist erstmal genug.

Liebe Grüße

die Küstertrine

Sonntag, 29. November 2015

Advent

Und ich hab noch immer keinen Kranz. Aber mein Stern leuchtet.







Und der Adventsmarkt ist auch geschafft. Wir hatten sehr viele Besucher und ziemlich viel Spaß. Wenn ich jetzt so das Wetter draußen höre (es stürmt und regnet), haben wir gestern doch ziemliches Glück gehabt. Es war trocken, die Sonne schien ein wenig, und Sturm war auch nicht.

Der Tag heute war auch noch mal voll, Gottesdienst, Kirchenkaffee (irgendwie muß ja der übriggebliebene Kuchen aufgegessen werden), Noten sortieren, am Nachmittag singen für den Seniorenkreis. Zu hause dann noch dem Kind zeigen, wie man zwei Bleche Nußecken für den Klassenkuchenbasar bäckt. Damit sie mal eine Vorstellung davon bekommt, was es für mich bedeutet, wenn sie sich leichtfertig für mal eben zwei Bleche Nußecken meldet. MIR sagt sie das ja gerne am Abend vorm Stichtag, diesmal ist sie etwas früher damit rausgerückt. Dafür weiß sie jetzt wie es geht.

Ab morgen wird es ruhiger. Dann komme ich auch dazu, meinen Adventskranz aufzuhängen und an den Geschenken weiterzubasteln. Und Opas Geburtstagsgeschenk abzuschicken.
Ich werde berichten, ob es geklappt hat.

Liebe Grüße

die Küstertrine

Mittwoch, 25. November 2015

Es geht wieder los.

Heute war die erste. Nächste Woche ist die zweite dran. Die letzte wird im Januar sein, wegen Terminknappheit.

Es ist wieder Weihnachtsfeiersaison.

Und Sternezeit:



Aus diesem Haufen Faltpapier wurden sechs Sterne für den Adventsmarkt.

Wenn man in der Arbeitszeit basteln kann, ist das auch ganz entspannend. Naja. Manchmal.
 Wenn es Kaffee dazu gibt.





Ein Igel!                Oder?
Da ich mit vorgegebenen Strukturen wesentlich besser arbeiten kann, bin ich wirklich sehr froh, daß es diese Sterne fertig zu kaufen gibt. Zusammenbauen kann ich (fast) alles.

Beim Töpfern werden Ihr mich eher nicht erwischen. Da ist keine für mich erkennbare Struktur dabei. 





Nach Jahrzehnten mit einem gelben Plastikstern war mal ein neuer fällig. Der wohnt jetzt erstmal im Gemeindesaal. Nächste Woche bekommt er eine Zeitschaltuhr.

Mein eigener Stern ist etwas kleiner und ganz weiß. Da gibt es demnächst mal ein Bild.

Die Fotos stammen heute aus dem Smartphone, deshalb ist die Qualität eher unterdurchschnittlich. Aber manchmal geht es eben nicht anders.

In meinem früheren Berufsleben war ich eher für therapeutisches Basteln zuständig. Macht auch Spaß. Aber halt, wie sagten meine Kolleginnen und ich gern: Wir basteln nicht. Wir stellen her.

Alles hat seine Zeit. Jetzt ist die Zeit für die Küsterin. Auch wenn ich am Samstagabend sehr froh sein werde, wenn wir den Adventsmarkt hinter uns haben.

Einen schönen Start in die Adventszeit wünscht

die Küstertrine

Sonntag, 22. November 2015

Sonntag

Und was für ein Sonntag. Er begrüßte mich mit Kälte und matschigem Schnee.

Aber es passierte auch etwas wunderbares, denn es gab den ersten Kommentar, und zwar von Markus. Vielen Dank dafür! Dein Blog hat mir in den letzten Wochen viele unterhaltsame und vergnügliche Stunden beschert, weil ich ihn vom ersten Eintrag an bis heute durchgelesen habe. Vielleicht bist Du nicht ganz unschuldig daran, daß ich nun hier schreibe mit dem Gedanken, vielleicht etwas von der Freude zurückgeben zu können, die ich beim Lesen anderer Blogs empfinde.

Und weil heute Sonntag und der Sonntag für mich generell ein Arbeitstag ist, gibt es heute Bilder, die man so nicht unbedingt jeden Tag zu sehen bekommt und die mehr oder weniger direkt mit meiner Arbeit zu tun haben.



Vielleicht habt Ihr Ideen, was das wohl sein könnte. Die Bilder sind schon etwas älter, denn dorthin, wo ich sie gemacht habe, krabbele ich auch nicht alle Tage.

Dieser Sonntag ist nun der letzte in diesem Kirchenjahr. Zeit zum Innehalten, zum Erinnern, zum Abschied.
Aber auch Zeit, die Freude auf das Kommende zuzulassen, zu wissen, das es heller werden wird durch viele Kerzen, zu hoffen, daß es wärmer werden wird in den Herzen der Menschen. Zwar ist diese Zeit für mich und meine Kollegen die wohl arbeitsreichste Zeit im Jahr, und an den Weihnachtstagen schaffen wir nicht selten ganze Wochenarbeitszeiten, jedoch ist die Arbeit geprägt durch die besondere Zeit und dadurch in jedem Jahr wieder neu und wunderbar.

Ja, ich habe noch nicht alle Geschenke beisammen. Und nein, ich mache mir da keinen Streß. Naja. Vielleicht ein bißchen. Ich muß etwas schneller stricken.

Liebe Grüße

die Küstertrine


Samstag, 21. November 2015

Was im Garten schon passiert ist

Ein wenig hab ich ja schon geschafft im Garten.
Zuerst habe ich ein Beet für die Pflanzen angelegt, die ich aus dem alten Gartenstück mitgenommen habe: Rosen, Lavendel, verschiedene Helleborus-Arten, einen Farn, noch zwei Schattenpflanzen und eine Elfenblume.
Dann bin ich dem riesengroßen Gestrüpphaufen zuleibe gerückt. Dafür brauchte ich Hilfe vom besten blauen Wolpertinger. Von außen sah es nach ganz viel Brombeerranken, Knöterich und Brennnesseln aus, die junge Ahornbäume überwachsen haben. Gefunden haben wir einen Pflaumenbaum.
Der war wirklich nicht mehr zu sehen.


Ein wenig Efeu und Knöterich hängt noch in der Krone, da kam ich mit der Leiter nicht dran.
Aber ich glaube, das stört ihn nicht so sehr. Knöterich und Efeu hatten am Boden fast Handgelenkstärke.


Unter dem Baum verläuf die Mauer in einem Winkel. Dort habe ich einen Schattengarten angelegt.


Viel ist noch nicht zu sehen, aber dort verstecken sich jetzt zwei Farne, Bergenien, Funkien und Bärlauch, dessen Zwiebeln ich beim Umgraben gefunden und natürlich gleich wieder eingepflanzt habe. Ein paar gefundene Blumenzwiebeln hab ich dort auch verbuddelt.

Nach Beräumen einer weiteren Efeuecke fand ich eine Art Treppe:


Sie eignet sich perfekt als Kräuterbeet. Neu gepflanzt habe ich dort bisher Minze, eine Kissenaster, eine Mühlenbeckie und Gold-Fingerkraut. Dort ist noch reichlich Platz.
Nebenan habe ich ein Beet mit Phlox, Lilien und Pfingstrosen (alles im Garten an anderen Stellen gefunden) angelegt.
An den Baum habe ich eine rote Kletterrose gepflanzt. Im Garten gibt es außer meinen mitgebrachten Rosen noch drei wilde Exemplare, die nach einem Rückschnitt weiterwachsen dürfen.


 Es gibt auch noch einen kleinen Sauerkirschbaum. An seinen Stamm habe ich eine weiße langsamwachsende Clematis gepflanzt.

Ich bin gespannt, ob alles den Winter gut übersteht. Helleborus foetidus zeigt allerdings jetzt schon, dass es ihm gutgeht. Er bereitet sich auf die Blüte vor:






Diese Pflanze bildet im Winter kleine grüne Glockenblüten mit einem zarten roten Rand.

Ich bin sehr gespannt auf den Frühling.


Liebe Grüße

die Küstertrine

Freitag, 20. November 2015

Im Garten

Heute mußte ich in den Garten. Efeu schneiden für den Dekomarathon morgen in der Kirche. Am Sonntag ist Ewigkeitssonntag, der letzte Sonntag im Kirchenjahr. Das Gedenken an die Verstorbenen  steht an diesem Sonntag im Mittelpunkt. Die Blumen hab ich beim Gärtner bestellt, im Garten wachsen keine mehr.
Dachte ich, denn ich fand noch eine mutige späte Lavendelblüte:


Das Bild ist etwas unscharf, weil der Autofocus nicht so wollte wie ich und manuell einstellen mit Brille bei mir immer daneben geht.


Im Allgemeinen haben die heute gemachten Fotos eines gemeinsam: die Abwesenheit von Licht. Ich habe den Schalter nicht gefunden.

Den Garten habe ich im Oktober bezogen. Vorher hatte ich eine Ecke des Nachbargartens, die fast völlig im Schatten lag. Da ich nur sporadisch Zeit hatte, sah diese Ecke ziemlich verwildert aus, im Gegensatz zu dem immer perfekt gepflegten Garten meiner Nachbarin drumherum. Außerdem fehlten mir für dieses platte schattige Stück einfach die Ideen. Als ich mal wieder grübelnd in dieser Ecke saß, fiel mein Blick auf den vor sich hin wildernden Nachbargarten. Am nächsten Tag hatte ich es organisiert, daß mein Garten umzog. Die Nachbarn freuten sich über einen homogenen Garten ohne wilde Ecken, ich über einen Traumdschungel und die Pastorin über weniger Pfarrgarten, um den sie sich kümmern muß.
Der Pfarrgarten ist in zwei Terassen angelegt, die obere ist wie ein Park gestaltet mit schönen lauschigen Ecken und seltenen Bäumen, die untere, die jetzt unter meinem Spaten steht, war der Gemüse- und Obstgarten des früheren Pastors.
Momentan sieht es noch so aus:






Ihr seht, es ist noch ganz viel zu tun.


Hier der Efeu, der heute weichen mußte. Ich konnte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: der Efeu muß reduziert werden und ich brauchte welchen für die Deko. Unter dem Efeu verbirgt sich (noch) eine sehr alte Feldsteinmauer, die an einer Längsseite den gesamten Garten begrenzt.





Es gibt einige Apfelbäume, keiner höher als ich, dafür aber breiter und schon ziemlich alt. Sie sind in den letzten Jahren nicht geschnitten worden und sehen entsprechend aus. Ein Projekt für den Spätwinter.


Noch vor dem Spätwinter, also bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit, möchte ich noch die aus der Bahn geratenen Herbsthimbeeren umpflanzen. Wie man sieht, tragen sie noch fleißig Naschkram.

Zum Schluß noch die Treppe zu meinem Reich:


 Das Laub werde ich erst im Frühjahr wegräumen.
Soweit für heute.


Liebe Grüße

die Küstertrine

P.S. Ich bin übrigens doch nicht naß geworden.

Holz

Das letzte Regalbrett für die Küche ist fertig. Die Küche steht schon ein paar Jahre, aber wie das so ist mit Kleinigkeiten, lagen die letzten zwei Regalböden bis vor kurzem eben unbehandelt im Regal.
Jetzt sind auch sie geölt. Hier mal ein Vorher-Nachher-Vergleich:



Allerdings wird es jetzt schon wieder Zeit, die Küche neu zu streichen. Aber erst ist das Kinderbad dran. Das Kind hat sich blau gewünscht.


Und es regnet schon wieder oder immer noch, das heißt, ich werde heute nass beim Efeuschneiden.



Liebe Grüße

die Küstertrine

Donnerstag, 19. November 2015

Gartengruß

Vorgestern bin ich in einem regenfreien Moment durch den Garten gestreift und habe eingesammelt, was mir interessant genug schien. Daraus ist eine kleine Tischdeko geworden.


 Ich habe ein Stück Trockensteckmasse mit einem Stoffrest in ein Mini-Drahtkörbchen gelegt und die Zweige etwas wild durcheinander gesteckt. Die Nachdekoration hat der Kater übernommen, indem er hier und da und dort noch ein wenig gezupft und gezogen hat.
Verwendet habe ich Efeu (wenn etwas im Garten wächst, dann Efeu), Haselzweige, Hagebutten von Wildrosen und Samenstände einer großen Zierdistel.
Rechts im Bild steht mein Lieblingswindlicht. Ich habe es mit Murmeln und Bruchstücken von getrockneten Lavendel- und Rosmarinzweigen gefüllt. Wenn die Kerze brennt, duftet es fein.

In der Mitte das unvermeidliche Glas mit Gummiviechern. Daß es noch gefüllt ist, grenzt an ein Wunder.


Es war auch wieder Zeit für neue Kerzen, Kater hat mir beim Ausformen geholfen.


 Die Kerzen gieße ich aus den in der Kirche reichlich anfallenden Wachsresten. Gerade in der Adventszeit kann ich gar nicht genug Kerzen für die Kirche haben, so ein großer Raum braucht eine Menge Licht.

Hier ist jetzt auch das zweite Kind krank. Aber morgen wollen sie beide wieder in die Schule. Wir werden sehen. Draußen stürmt und regnet es und ich kann wieder nicht in den Garten. Aber es ist ja nicht so, daß hier drinnen nichts zu tun wäre...


Grüße von der Krankenstation

die Küstertrine

Dienstag, 17. November 2015

Novemberalltag

Es ist wunderbar, wenn abends Ruhe einkehrt. Der Kater schläft auf der Heizung, der Regen bizzelt an die Fenster und in den Kinderzimmern ist endlich Stille. Naja, der eine benutzt halt Kopfhörer und die andere macht beim Lesen nicht so viel Lärm.

Bis auf das gelegentliche Husten, das klingt, als hätte sie viele Jahre als Kettenraucher im Kohlenschacht verbracht. Heute früh hab ich sie auf dem Weg die Treppe runter zur Schule abgefangen und wieder ins Bett gesteckt. So ganz traurig war sie darüber aber nicht. Dann folgten viele Kannen Tee mit Honig und heiße Zitrone und ich hab Zwiebelsaft gemacht.

Zwiebelsaft hat die wunderbare Eigenschaft, Kinder schnell wieder gesund zu machen. Ich vermute ja, dass diese Wirkung auf den Geschmack zurückzuführen ist. Ich wäre auch lieber gesund als ständig dieses Zeug schlucken zu müssen.

Weil kranke Kinder nicht so fotogen sind und sowieso eher nicht im Blog auftauchen wollen (also bildlich), gibts heute ein Foto von meinem Arbeitsplatz.


 Ich kann mir keinen schöneren vorstellen. Momentan aber auch keinen kälteren. Wie gut, daß ich Alternativen habe. Sonst könnte ich demnächst mit Kind um die Wette husten.

Bin ja mal gespannt, ob sie morgen schon wieder schulfähig klingt. Aber ich glaube, einen Tag gönne ich ihr noch.
Der Kleine ist schon ganz neidisch und kuschelt freiwillig mit seiner Schwester, in der Hoffnung, sich anzustecken. Klappt nicht. Hat noch nie geklappt. Beide haben ihre Krankheiten immer gut gehütet und nie geteilt.

Höchstens mit mir.

Tja.


Regnerisch-stürmische Grüße

die Küstertrine







Montag, 16. November 2015

Der Kater





Niedlich, nicht wahr?

Von wegen. Gestern bin ich ihm auf die Schliche gekommen. Er führt ein Doppelleben.
Tagsüber markiert er den braven Kater, aber wenn es dunkel wird...
Ich hatte immer schon den Verdacht, dass er übermäßig am Laptop interessiert ist. Naja, so eine Maus ist schon verlockend. Aber ich war nicht beunruhigt, denn so ein Stubentiger kann ja weder lesen noch schreiben, also sah ich keine Gefahr.
Bis gestern abend. Um sein Lese- und Schreibproblem zu umgehen, hat er die Sprachausgabe aktiviert. Einfach so. Er hat sich auf die Tastatur gesetzt und sozusagen mit dem Hintern Befehle gegeben.
Ich hatte eine halbe Stunde zu tun, um seine Einstellungen rückgängig zu machen, am Ende half nur noch neustarten.

Merke: Klapp das Laptop zu, wenn Du den Raum verläßt!


Liebe Grüße

die Küstertrine

Sonntag, 15. November 2015

Aller Anfang...

Tja.
Da schreibe ich nun.

Irgendwann fragte mich ein Freund, warum ich eigentlich nicht blogge. Meine Texte wären immer so unterhaltsam. Die Idee ließ mich nicht mehr los.

Und da schreibe ich nun.


Vom Garten. Vom Werkeln. Und bestimmt auch mal vom Arbeiten. Mal sehen, was sonst noch so passiert.


Vielleicht gefällt es ja jemandem.

Liebe Grüße

die Küstertrine