Sonntag, 28. Februar 2016

Frühling...

... ist letzte Woche plötzlich vor meinem Bürofenster ausgebrochen. Das zaghafte Zwitschern der Vögel steigerte sich zu einem lautstarken Wettstreit, auf unserem Dach fand eine Spatzendisco statt und überall hüpfte, flatterte und tirilierte es, als gäbe es kein Morgen. Irgendwer muß den Startschuß für die diesjährige Balz gegeben haben.
Auf dem Dach gegenüber sind die Spatzen in Startposition:


Die Amseln sondieren die Lage:

 
Die Meisen beschäftigen sich derweil in der Birke:


In der Kastanie tummeln sich jede Menge anderer kleiner Piepmätze:



Und Herr Specht ist mit Höhlenbau beschäftigt:


Die Taube lässt es geruhsamer angehen und schaut dem Treiben interessiert zu:


Am Nachmittag war dann wieder Ruhe. Anscheinend sind jetzt alle auf der Suche nach geeigneten Nistkästen. Einen der Kästen vom NABU habe ich im Garten wieder aufgehängt, er wurde, als der Garten brach lag, von spielenden Kindern in der Hecke versteckt. Er hat jetzt einen schönen Platz. Also ich würde dort brüten.

Ich habe etwas interessantes entdeckt, es schiebt sich Rhabarber durch das Laub vom Vorjahr:


  Er hatte sich letzten Herbst schon versteckt, so dass ich ihn nicht gesehen hab.
Der Nieswurz blüht immer noch, jetzt hat er den typischen roten Rand an den Blüten.


Und bei diesen grünen Wichteln bin ich schon sehr gespannt, was sie mal werden:


Wir haben die Schnitthaufen vom letzten Jahr weggeräumt, die Hecke gestutzt und bewundert, was da schon so wächst. Das zukünftige Kürbisbeet ist hergerichtet, die Feuerstelle wurde geplant und überlegt, wie wir Wege anlegen. Am liebsten hätte ich ja einen Barfußpfad mit verschiedenen Materialien. Mal sehen, was mir da einfällt.

Sonntag, 21. Februar 2016

Wenn die Arbeit einem nachläuft...

... muß das nicht unbedingt schlecht sein. Meine alte Arbeitstelle hat mich Anfang des Jahres gefragt, ob ich bereit wäre, für ein paar Stunden einzuspringen.
Seitdem war ich schon zweimal dort und habe Gruppen angeleitet und Malkurse angeboten.
Malkurs... ausgerechnet ich, die mit freier Gestaltung eigentlich so gar nichts am Hut hat.
Also übe ich jetzt zu Hause ein bisschen vor mich hin, damit ich auch weiß, was ich tu. Natürlich ist das auch ein hervorragendes Argument für neue Zeichenutensilien. :-)





Nur gut, dass die Teilnehmer Spaß am Ausprobieren haben und einige schon recht viel Talent und Kenntnis mitbringen. Momentan arbeiten wir mit Aquarellstiften und probieren aus, was man damit alles machen kann. Ein Ziel dieser Gruppen ist Hobbyfindung, und ich glaube, das kann ich vermitteln. Da das Ganze für ein halbes Jahr geplant ist, kann ich auch noch fleißig üben, was ich demnächst anbieten will.



Meine "Kunstwerke" finden dann erst einmal einen Platz an meiner Wand, bis sie vorzeigbarer werden. Da fallen sie nicht so auf. Ich habe ja den Vorteil, dass ich die Leute machen lassen kann, hin und wieder einen klugen Ratschlag erteile und ansonsten nicht mitmalen muss.
An der Wand hängt alles, was mir gefällt und irgendwie aufgehoben werden will.


 Diese Woche habe ich auch noch schnell ein Geburtstagsgeschenk für eine Kollegin gemacht:


In die Tütchen kommen Süßigkeiten und Schneeglöckchen - natürlich mit Zwiebel. Und dann war ich  zuuuuufällig im Gartenmarkt und hab mich ganz aus Versehen schon mit Saatgut eingedeckt. Einiges hatte ich noch, einiges ist selbstgeerntet, also war Sortieren angesagt.:


Also von mir aus kann der Frühling kommen.

Freitag, 12. Februar 2016

Urlaub

Eine Woche Urlaub geht immer ziemlich schnell vorbei. Wir hatten uns auch vor allem einige Dinge vorgenommen, die schon ewig auf Halde lagen. Deshalb habe ich jetzt einen optimierten und umgezogenen Arbeitsplatz, einen aufgeräumten Schuppen, ordentlich geschnittene Obstbäume und eine aufgeräumte Werkbank. Das kleine Kind hat ein entrümpeltes und umgeräumtes Zimmer. Der Flieder ist ausgelichtet und die Stämme zum Trocknen gelagert, sie sollen ein Katzenkletterbaum werden.
Ansonsten waren wir unterwegs, ohne Kinder, in den Februarferien gehört immer eine Woche uns allein, die Kinder sind dann sowieso anderweitig beschäftigt.


 Am Dienstag waren wir in Stralsund, der Wolpi wollte im Meeresmuseum Kindheitserinnerungen auffrischen. Es war sonnig, aber kalt. Nach dem Museum war der obligatorische Kirchenbesuch dran, bei dem ich gelernt habe, wie wichtig durchlässige Böden für Kirchen wirklich sind. Auf den von der Luftfeuchtigkeit pitschnassen großen Steinplatten wäre ich beinahe ausgerutscht. In der von uns besuchten Kirche ist bautechnisch noch jede Menge zu tun, aber auch schon sehr vieles geschafft. Nach 14.00 Uhr etwas zu Essen zu bekommen, das über Imbissbude hinausgeht, war allerdings etwas schwierig, entweder war Ruhetag oder Mittagstisch bis 14.00 Uhr oder das Essen war uns zu fleischlastig. Zum Hafen wollten wir nicht mehr laufen, aber dann fanden wir ein Fischbistro in der Innenstadt, das sehr leckeres Essen hatte, eine sehr nette Bedienung und man konnte beim Zubereiten zuschauen. Das war große Klasse.



Am Donnerstag zog es uns dann nach Lüneburg, diese Stadt stand schon lange auf der To-see-Liste.
Sehr hübsche Stadt, schöne Kirchen, ein feines kleines Salzmuseum, interessante Architektur und überall Gassen und Gäßchen zu entdecken. Um 15.00 Uhr etwas zu essen zu bekommen war auch nicht ganz so schwierig. Das Kloster Lüne werden wir im Sommer mit den Kindern besuchen, das öffnet erst wieder im April.

Und dann war am Mittwoch morgen die Miez verschwunden.

Miez früher
Miez heute
Sie war am Dienstag abend aus der Wohnungstür und später mit anderen Hausnutzern aus der Haustür entwischt. Nach längerem Suchen im Garten und Hof bequemte sie sich dann aus des Nachbars Schuppentür mit dem leisen Vorwurf im Blick, dass ich sie geweckt hätte. Aber sie war dann auch froh, wieder ins Warme und an den Fressnapf zu kommen.







Kind hatte sich dann noch von einer Freundin breitschlagen lassen, ihr so eine schöne lange Zipfelmütze zu stricken, wie Kind selbst eine hat. Allerdings reichen ihre Ausdauer und Strickkenntnis noch nicht ganz dafür, so dass sie sich leiser Verzweiflung hingab.
Jetzt strickt also...  ratet mal. Allerdings eine gute Gelegenheit, mal eine Menge Wollreste aufzubrauchen, es soll nämlich eine ganz bunte Mütze werden.


Jetzt werden wir uns noch durchs Wochenende bummeln und dann fängt der Alltag und die Schule wieder an.

Samstag, 6. Februar 2016

Wird es Frühling?


Nachdem vor kurzem die Welt noch kalt und glitzernd war:



 manchmal sogar etwas neblig:


dafür mit flammenden Himmeln:


war es heute zwar trüb, aber es blinkte hier und da ein Sonnenstrahl, es war mild und ich hab im Garten mal nach dem rechten geschaut. Der Löwenzahn ist auf dem Vormarsch, noch vor allen anderen.


Aber Winterlinge und Schneeglöckchen blühen schon um die Wette:


In der nächsten Woche habe ich Urlaub, da ist mindestens ein Gartentag eingeplant, allgemeines Aufräumen und Obstbaumschnitt sind an der Reihe. Mal gucken, was da noch so sprießt. Ich bin ja gespannt, ob der Bärlauch wiederkommt. Im letzten Herbst habe ich ihn umgepflanzt. Und dann muß ich dringend in den Gartenmarkt, Saatgut holen, das ich dann wild ausstreuen werde. Das hat aber noch Zeit bis April.
Ich habe dann noch einen Blick in den Nachbargarten geworfen zu den drei dort residierenden Schönheiten:


Sie scharrten und pickten heute ganz besonders eifrig. Neuerdings legen sie auch Eier, sehr zur Freude des Nachbarn. Das gelegentliche Vorlesen bei schönem Wetter und die Beleuchtung im Hühnerhäuschen zahlen sich also aus.
Nachmittags sitzen sie im Häuschen zusammen und trinken Kaffee aus roten Tassen mit weißen Punkten. Ganz sicher.