Donnerstag, 21. Juli 2016

Ist denn schon Sommer?


Katers Lieblingsplätze sind momentan die Fensterbänke der geöffneten Dachfenster. Nach und nach sorgt er dafür, dass nicht etwa Blumentöpfe und anderer Nippes ihm den Platz streitig machen. Dann kann man die Sonne, wenn sie denn mal scheint, in vollen Zügen genießen.


Hier präsentiert er seine Lieblingsmorgenbeschäftigung: Man lässt den Schwanzzipfel aus dem Fensterspalt hängen und wartet darauf, dass die Meisen und Amseln "anbeissen".



Was er nicht merkt: die Vögelchen sitzen in den Bäumen vorm Fenster und lachen sich schlapp.

Es ist Erntezeit. der Anfang ist hier zu sehen, rote Johannisbeeren und Lavendel, der zweite Durchgang war um einiges ergiebiger. Ich hab dann erstmal eingefroren, nachdem ich keine Flaschen für Sirup mehr übrig hatte. Soviel Flens kann ich nicht trinken, wie ich Flaschen bräuchte. Sirup ist das einzige, dass Sinn macht, da ich immer noch inzwischen museumsreife Marmelade im Keller habe, die keiner essen will. (Obwohl sie sehr gut schmeckt, komisch.)
Der Lavendel wird getrocknet, genau wie die vielen kleinen Portionen verschiedener Blätter und Blüten für den Haustee.


Das Steckling-Kartoffel-Experiment erbrachte eine Mahlzeit, die sehr gut geschmeckt haben soll. Ich hab davon nichts abbekommen, weil ich auswärts arbeiten war und die Oma für die Kinder gekocht hat. Aber immerhin - eine ganze Mahlzeit! Ob ich im nächsten Jahr ein ganzes Kartoffelbeet anlege, muss ich mir noch überlegen. Generell möchte ich eigentlich gar kein Gemüse anbauen.


Bei den Erdbeeren haben wir kleine Kostproben ergattern können, auch das Mulchen des Beetes konnte die Schnecken nicht von den Köstlichkeiten abhalten. Immerhin fressen die Viecher den Giersch, das ist auch etwas wert. Die Stachelbeerernte war unerwartet gut mit einem Gefrierbeutel in Litergröße, das Sträuchlein hab ich erst im Frühjahr gepflanzt. Rhabarber gab es für genau einen Kuchen, die Staude muss unbedingt geteilt werden.
Die Blumen machen sich wunderbar, es muss alles erstmal einwachsen, im nächsten Jahr wird es schon mehr nach Garten denn nach Geröllhalde aussehen, hoffe ich. Ich habe einige neue Rosen gepflanzt und ein paar Schafgarbe- und Rainfarnpflanzen vom Feld geholt. Auch der Weg ist um einige Meter gewachsen.

Ende Juni war ich auf einem Betriebsausflug mit meiner Malkurs- Arbeitsstelle. Wir haben Schloss Bothmer besucht, sehr empfehlenswert und eindrücklich, ich liebe solche Gebäude.







Die im Haus erhaltenen Delfter Kacheln, deren Machart ich sehr gern mag, waren schön präsentiert:







Hier der Blick aus einem der Fenster auf die Festonallee der einstigen offiziellen Zufahrt zum Schloss:



Auch dieser Tag endete wie so viele in den letzten Wochen mit kräftigen Gewittern mit Unmengen von Regen, aber davon haben wir uns nicht ärgern lassen. Ein schöner Ausflug war das!



Gestern war hier dann Sommer. Nach Regen und Gewittern heute morgen scheint auch dieser Tag schön zu werden. Die Pilger, die hier durchziehen und bei uns Quartier nehmen können, sind froh wenn es nicht regnet, aber Hitze ist ja auch nicht so das Optimum zum pilgern. Nachdem im Mai die Saison kräftig startete, waren zur EM-Zeit kaum Pilger unterwegs. Jetzt wird der Weg wieder etwas voller. Mal sehen, wie viele Leute in diesem Jahr bei uns durchkommen. Ich glaube, wer in Mecklenburg pilgert, muss Einsamkeit aushalten können. Ruhe und Gelegenheit zu innerer Einkehr gibt es hier reichlich.

Morgen gibt es Zeugnisse, dann beginnen auch bei uns die Ferien. In ein paar Wochen habe ich Urlaub. Uns zieht es in die erzgebirgische Einsamkeit. ;-)

Bis bald!
die Küstertrine